Fersensporn - und jetzt? 👀

- Tipps fĂŒr den richtigen Umgang mit Fersenschmerz! đŸ‘ŠđŸŒ


Dich plagen regelmĂ€ĂŸig Schmerzen in der Ferse, deine ersten Schritte am Morgen sind quĂ€lend und man hat schlussendlich auch noch einen Fersensporn diagnostiziert? 🔍

Dann habe ich jetzt wichtige Informationen und neue Erkenntnisse fĂŒr dich! đŸ™ŒđŸŒ

Ein Fersensporn ist nĂ€mlich gar nicht zwingend die Ursache fĂŒr deinen Schmerz! HĂ€ufig ist er sogar nur ein Zufallsbefund und auch nicht weiter relevant - z.B. wenn man ĂŒberhaupt keine Schmerzen hat! Er kommt außerdem hĂ€ufiger bei Ă€lteren Menschen vor, weshalb man mittlerweile davon ausgeht, dass er eine natĂŒrliche Alterserscheinung sein kann, genauso wie die Arthrose im Knie, der Schulter oder in der WirbelsĂ€ule auch.


Es ist also wichtig, dass du dir bewusst machst, dass du deinen Fersensporn gar nicht zwingend loswerden musst, um endlich wieder schmerzfrei zu sein!

Ihr könnt wahrscheinlich sogar zusammen bis ins hohe Alter glĂŒcklich werden, wenn ihr gut aufeinander achtet! ✹


Was ist ein Fersensporn ĂŒberhaupt? đŸ€”

Ein im Röntgenbild gut darstellbarer knöcherner Anbau am Sehnenansatz, der wie ein "Dorn" in die Richtung der Zehen zeigt (siehe Bild). Man spricht von einem unteren Fersensporn, wenn die Plantarfaszie und von einem oberen, wenn der Ansatz der Achillessehne betroffen ist.


Und was ist die Ursache?

Wie fast immer, kann man einen Umstand alleine nicht fĂŒr die Entstehung von Schmerzen verantwortlich machen! Vielmehr ist es eine Zusammensetzung aus vielen Faktoren, die einen Sporn bzw. die Schmerzen an der Ferse verursachen können.

Man geht deshalb davon aus, dass ein MissverhĂ€ltnis zwischen vorhandener Belastbarkeit und auftretender Belastung eine große Rolle spielt! Das bedeutet, dass aus irgend einem Grund das Gewebe an deiner Fußsohle der anfallenden Belastung nicht (mehr) gewachsen ist und plötzlich reagiert - das nennt man dann Plantarfasziitis.⚡


Es bedeutet aber auch, dass dein Körper dieses MissverhĂ€ltnis aus irgendeinem Grund nicht mehr kompensieren kann. Du solltest dich also fragen, was das "Fass" zum Überlaufen gebracht hat und warum es ĂŒberhaupt so voll ist! 🧐


Faktoren, die einen Fersenschmerz begĂŒnstigen können:

Keiner dieser Faktoren ist alleine ursĂ€chlich fĂŒr die Beschwerden an der Ferse, jedoch können mehrere dieser Faktoren zusammen dafĂŒr sorgen, dass ein MissverhĂ€ltnis zwischen Belastung & Belastbarkeit entsteht. HĂ€ufig tritt dieses MissverhĂ€ltnis ĂŒbrigens bei entweder sehr inaktiven Menschen auf, die ĂŒbergewichtig sind und durch z.B. eine stehende TĂ€tigkeit mehr Belastung auf die FĂŒĂŸe bringen, als diese kompensieren können oder bei sehr aktiven Menschen, die zu schnell den sportlichen Umfang steigern. In Kombination mit anderen Faktoren (siehe Bild) kann der Körper diese Steigerung nicht mehr kompensieren und es kommt zum Fersenschmerz! Ein Knick- Senk-Spreiz- oder Plattfuß steht zwar in Zusammenhang mit der Plantarfasziitis, kann aber ebenfalls nicht als alleinige Ursache angesehen werden.


Prognose & nĂŒtzliche Tipps! ☀

âžĄïž Ein diagnostizierter Fersensporn hat keinen Einfluss auf die Prognose, ob die Beschwerden langfristig besser werden oder nicht!

Du solltest dir also ĂŒberlegen, ob wirklich ein Röntgenbild notwendig ist, wenn die Tatsache, dass der Sporn vorhanden ist, fĂŒr die Therapie nicht relevant ist! Ein möglicher Bruch sollte natĂŒrlich immer röntgenologisch ausgeschlossen werden! đŸ‘ŒđŸŒ

âžĄïž Da nachgewiesen werden konnte, dass die Plantarfasziitis nicht immer mit einem entzĂŒndlichen, sondern vermehrt mit einem degenerativen Prozess der Sehne einhergeht, ist es nicht notwendig das Gewebe komplett zu schonen! Vielmehr geht es darum, die Belastbarkeit des Gewebes zu erhöhen, das bedeutet, es sollten in Form von Training gezielt Reize zur Anpassung gesetzt werden (dies geschieht immer auf dem Niveau, auf dem du schmerzfrei bist). đŸ’ȘđŸŒ

âžĄïž Das Gewebe der Fußsohle kann mit einem Faszienball bzw. einer Faszienrolle nicht verĂ€ndert werden (dazu wĂ€ren mind. 400kg Druck nötig, die wir gar nicht aufbringen können). Das Rollen hat meist nur einen kurzfristigen Effekt, denn es verĂ€ndert die Schmerzwahrnehmung und kann deshalb trotzdem eine gute Intervention sein, um dich z.B. auf eine Übung vorzubereiten. ✹

âžĄïž Ein gezieltes Gewichtsmanagement und die Steigerung der allgemeinen Belastbarkeit sollte bei eher inaktiven Menschen im Vordergrund stehen.

âžĄïž Auch das gezielte Training der FĂŒĂŸe kann die Beschwerden reduzieren und der Steigerung der Belastbarkeit dienen đŸ’ȘđŸŒđŸŠ¶đŸŒ.


Wenn du mit mir zusammen an deinen FĂŒĂŸen arbeiten möchtest, melde dich gerne fĂŒr ein Coaching oder zur Therapie đŸ‘ŒđŸŒđŸ€©


Viele GrĂŒĂŸe - auch an deine 👣 - Jen


Quellen:

Kinematic risk factors for lower limb tendinopathy in distance runners: A systematic review and meta-analysis (2019)

Most Military Runners Report Recent Changes in Running Parameters Before Lower Limb Injury Onset (2020)

Long-Term Prognosis of Plantar Fasciitis: A 5- to 15-Year Follow-up Study of 174 Patients with Ultrasound Examination (2018)

Plantar Fasciitis: A Degenerative Process (Fasciosis) Without Inflammation (2003)

Obesity and pronated foot type may increase the risk of chronic plantar heel pain: a matched case-control study (2007)

Clinical measures of foot posture and ankle joint dorsiflexion do not differ in adults with and without plantar heel pain (2021)

Do Self-Myofascial Release Devices Release Myofascia? Rolling Mechanisms: A Narrative Review (2019)


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